StoryVaultRecorder

STORYVAULT · RECORDER

CoreS3 bedienen
und einrichten

Das Handbuch für Installation, Konfiguration, Aufnahme und Übertragung nach StoryVault.

StoryVault-Recorder auf einem M5Stack CoreS3 SE
StoryVault Recorder auf dem M5Stack CoreS3 SE.

Beta-Ausgabe · September 2026

Für die StoryVault-Anwendung auf dem M5Stack CoreS3 SE, Firmware-Reihe 0.2.0-dev. Installation, verfügbare Versionen und Hilfe finden Sie auf install.storyvault.eu. Für das Waveshare-E-Paper-Gerät dort die eigene Gerätevariante auswählen.

01 · Schnellstart

Für ein bereits mit StoryVault-Firmware eingerichtetes Gerät. Die Erstinstallation steht in Kapitel 4, die Zugangsdaten in Kapitel 6 und 7.

  1. Karte und Strom prüfen. Eine FAT32-formatierte microSD mit höchstens 16 GB einsetzen. Eine passende Stromversorgung anschließen oder den vorhandenen Akku prüfen.
  2. Einschalten. Powertaste betätigen. Falls nötig etwa eine Sekunde halten. Warten, bis das große blaue Aufnahme-Symbol erscheint.
  3. Projekt kontrollieren. Oben rechts das Menü öffnen, dann Aufnahme > Projekt. Das richtige Zielprojekt ausdrücklich auswählen. Beim ersten API-Abruf kann bereits das erste verfügbare Projekt vorausgewählt werden.
  4. Session-Typ wählen. Beispielsweise Interview oder Meeting. Unter Mikrofon / LS eine kurze Testaufnahme machen und anhören.
  5. Aufnehmen. Zur Startseite zurückkehren und das große StoryVault-Symbol antippen. Timer und Pegel kontrollieren.
  6. Beenden. Mit Stopp abschließen. In der Prüfung auf Wunsch anhören, dann Speichern für ausschließlich lokale Ablage oder Hochladen für StoryVault wählen.
  7. Ergebnis prüfen. Bei einem Upload die Erfolgsmeldung abwarten und die neue Aufnahme im richtigen StoryVault-Projekt kontrollieren.

Diese drei Aktionen unterscheiden sich

AktionErgebnis
StoppBeendet und finalisiert die Datei. Öffnet die Prüfung. Startet für sich allein keinen manuellen Upload.
SpeichernMarkiert die Aufnahme als ausschließlich lokal. Automatische Uploads überspringen diese Datei.
HochladenÜberträgt die Aufnahme nach StoryVault. Die lokale Datei bleibt bestehen.

Für einen bewusst rein lokalen Ablauf Automatische Uploads: Aus lassen und anschließend Speichern wählen.

02 · StoryVault und der Recorder

Der Recorder erfasst Gespräche als Audiodateien auf einer microSD. Die StoryVault-Webanwendung ordnet hochgeladene Aufnahmen Projekten und Sessions zu und übernimmt die weitere Verarbeitung. Der Recorder selbst zeigt keine Transkripte oder KI-Auswertungen an.

BegriffBedeutung im Alltag
MandantDer Organisationsbereich in StoryVault. Ein API-Schlüssel ist fest an genau einen Mandanten gebunden.
ProjektDas fachliche Ziel für die Aufnahme. Projekte und Zugriffsrechte werden in der Webanwendung verwaltet.
SessionEin Eintrag für beispielsweise ein Interview oder Meeting. Beim Übertragen legt die Recorder-Schnittstelle die nötigen Einträge an.
AufnahmeDie eigentliche Audiodatei. Auf dem Gerät liegt sie zusammen mit einer Datei für Metadaten und Uploadstatus.
API-SchlüsselEin geheimer Zugang für den Recorder. Er ersetzt das persönliche Webpasswort am Gerät und übernimmt die aktuellen Rechte seines Benutzers.

Online und offline

Für die Ersteinrichtung, das Laden der Projektliste und Uploads werden WLAN und Internet benötigt. Nach erfolgreicher Einrichtung kann das Gerät mit gespeichertem Projekt offline aufnehmen. Eine vollständige Ersteinrichtung ohne verfügbares Projekt ist über die normale Oberfläche nicht vorgesehen.

Die lokale Datei wird schon beim Aufnehmen geschrieben. Die Übertragung ist ein eigener Schritt. Eine Uploadbestätigung bedeutet nicht, dass Transkription oder weitere Verarbeitung in StoryVault bereits abgeschlossen sind.

Zugang und Verfügbarkeit

Firmware installieren, aktualisieren und das Handbuch öffnen: install.storyvault.eu. Konto, Projekte und API-Schlüssel verwalten: app.storyvault.eu. Der Recorder verbindet sich für Projekte und Uploads weiterhin mit der StoryVault-API auf app.storyvault.eu. Die Installationsseite ersetzt diese API-Adresse nicht.

API-Zugriff setzt das freigeschaltete API-Modul und passende Benutzerrechte voraus. Falls API-Schlüssel oder Projekte fehlen, die zuständige StoryVault-Administration einbeziehen.

03 · Hardware, Tasten und Anschlüsse

Die folgenden Angaben gelten für den CoreS3 SE. Beim CoreS3 ohne „SE“ unterscheiden sich Ausstattung und Gehäuse. Vor Firmwareinstallation die Modellbezeichnung am Gerät prüfen.

ElementVerwendung
Touchdisplay2 Zoll, 320 × 240 Bildpunkte. Aufnahme, Pause, Stopp und Menüs werden auf dem Display bedient. Es gibt keine separate physische Aufnahmetaste.
Powertaste, linksEinschalten; in der StoryVault-Anwendung öffnet ein kurzer Druck die Ausschaltbestätigung. Bestätigung auf dem Display abwarten.
RST-Taste, untenKurzer Druck startet das Gerät sofort neu. Mindestens sechs Sekunden halten, bis die grüne LED reagiert, und loslassen: Downloadmodus für die Firmwareinstallation.
USB-CStromversorgung, Firmwareinstallation und serielle Diagnose. Je nach Betriebsmodus auch USB-Audio oder Dateizugriff. Ein Datenkabel ist für Installation und Computerzugriff erforderlich.
microSD-SteckplatzSpeichert Aufnahmen und die Konfigurationsvorlage. Für die Vorbereitung am Computer einen Kartenleser verwenden.
Mikrofone / LautsprecherZwei integrierte Mikrofone für Audioeingang; interner Lautsprecher für die Wiedergabe. Öffnungen bei der Aufnahme nicht abdecken.
ErweiterungsanschlüsseFür den normalen Recorderbetrieb nicht erforderlich. Erweiterungen nur mit geprüftem Zubehör betreiben, da interne Funktionen Leitungen gemeinsam nutzen.

M5Stack dokumentiert außerdem das erzwungene Ausschalten durch ungefähr sechs Sekunden Halten der Powertaste. Das ist ein Notweg bei einem nicht reagierenden Gerät. Für normale Aufnahmen Stopp und die Ausschaltbestätigung verwenden. RST und erzwungenes Ausschalten umgehen den normalen Abschluss.

Stromversorgung und Aufstellung

Der CoreS3 SE wird ohne internen Akku geliefert. Ein vorhandener Akku oder eine Akku-Basis gehört zum konkreten Aufbau. Für lange Termine eine zuverlässige USB-Stromversorgung einplanen und das Kabel gegen unbeabsichtigtes Herausziehen sichern.

Das Gerät auf eine ruhige, feste Unterlage zwischen die Sprechenden stellen. Lüfter, Reibegeräusche und Klopfen auf den Tisch vermeiden. Die optimale Entfernung mit einer Testaufnahme am tatsächlichen Einsatzort bestimmen.

Herstellerquelle, geprüft am 11.09.2026: M5Stack CoreS3-SE: Tasten und Spezifikation.

04 · Installation vorbereiten

Die Firmware erhalten Sie auf install.storyvault.eu. Sie benötigen keine Entwicklungsumgebung. Die Erstinstallation ersetzt die bisherige Anwendung auf dem Gerät.

Das benötigen Sie

  • Einen M5Stack CoreS3 SE. Modellbezeichnung am Gerät prüfen.
  • Einen Computer mit Chrome, Chromium oder Edge und Web-Serial-Unterstützung.
  • Ein USB-C-Datenkabel. Ein reines Ladekabel reicht nicht.
  • Eine FAT32-formatierte microSD mit höchstens 16 GB und einen Kartenleser für die Einrichtung.
  • Für die anschließende Verbindung: 2,4-GHz-WLAN, StoryVault-API-Schlüssel und Zugriff auf ein Projekt.

Vorhandene Daten sichern

Aufnahme, Wiedergabe und Upload beenden. Wichtige Dateien mit einem Kartenleser sichern. Den Recorder regulär ausschalten und die microSD vor dem Flashen entnehmen. Die entnommene Karte wird beim Übertragen der Firmware nicht verändert.

Eine vollständige Flashlöschung entfernt WLAN, API-Schlüssel und Einstellungen aus dem internen Gerätespeicher. Auch eine geänderte Partitionierung kann eine Neueinrichtung erforderlich machen. Zugangsdaten deshalb bereithalten.

Die richtige Gerätevariante wählen

Auf der Installationsseite CoreS3 SE auswählen. Die Firmware für ESP32-S3-Touch-ePaper-1.54 gehört zu einem anderen Gerät. Beide verwenden einen ESP32-S3; die automatische Chiperkennung kann diese Geräte nicht voneinander unterscheiden.

05 · Firmware im Browser installieren

install.storyvault.eu am Computer öffnen. CoreS3 SE auswählen und die angebotene Beta-Version prüfen.

CoreS3 SE in den Flash-Modus bringen

  1. Recorder per USB-C-Datenkabel direkt mit dem Computer verbinden.
  2. Die RST-Taste an der Unterseite mindestens 6 Sekunden gedrückt halten, bis die grüne LED reagiert. Dann loslassen. Die RST-Taste ist die Reset-Taste, nicht die seitliche Power-Taste.
  3. Auf der Website die passende Aktion auswählen und die Hinweise bestätigen. Mit Recorder verbinden anklicken.
  4. Im Browser den Port des Recorders auswählen. Er kann beispielsweise USB JTAG/serial debug unit oder USB Serial heißen.

Installation bestätigen

Der folgende USB-Dialog ist auf Englisch. Install startet den Installationsablauf. Die Option Erase device bedeutet, dass der interne Flashspeicher vollständig gelöscht wird. Diese Option nur aktivieren, wenn eine vollständige Neueinrichtung beabsichtigt ist.

Erstinstallation / Wiederherstellung verwenden, wenn vorher eine andere Firmware installiert war oder die bisherige Partitionierung unbekannt ist. Vorhandenes StoryVault aktualisieren nur bei derselben StoryVault-Partitionierung wählen; dort Erase device ausgeschaltet lassen.

Die Übertragung bestätigen und bis zur Erfolgsmeldung warten. USB-Verbindung während des Flashens nicht trennen. Bei Abbruch RST erneut wie oben halten und die Installation wiederholen.

Nach dem Flashen

Startet der Recorder nicht selbst, nach der Erfolgsmeldung RST einmal kurz drücken. Falls nötig die Stromversorgung trennen und erneut verbinden. Anschließend ausschalten, die vorbereitete SD einsetzen und neu starten. WLAN und API-Schlüssel gemäß Kapitel 6 bis 8 einrichten.

Weitere Hilfe steht auf der Installationsseite und in Kapitel 21. Updates über WLAN sind in Kapitel 19 beschrieben.

06 · API-Schlüssel in StoryVault

Der API-Schlüssel berechtigt den Recorder zu Zugriffen in StoryVault. Er ist kein Projektcode und kein Passwort, das gemeinsam mit allen Geräten verteilt werden sollte. Für jedes Gerät einen klar benannten Schlüssel verwenden, damit er bei Verlust gezielt widerrufen werden kann.

Schlüssel erstellen

  1. Bei StoryVault anmelden und den richtigen Mandanten wählen. Die spätere Mandantenbindung des Schlüssels entsteht hier.
  2. Im Benutzer-Menü API-Schlüssel öffnen oder direkt die API-Schlüsselverwaltung aufrufen.
  3. Neuer Schlüssel wählen. Einen nachvollziehbaren Namen eintragen, zum Beispiel Recorder 01. Ein passendes Ablaufdatum wählen.
  4. Erstellen wählen. Den vollständig angezeigten Schlüssel sofort kopieren und im vorgesehenen Passwortmanager sichern. Er wird nur einmal vollständig angezeigt.
  5. Den Schlüssel als Wert von storyvault_api_key in die SD-Konfigurationsdatei einsetzen.

Erwartetes Format: sv_ gefolgt von 64 Zeichen aus 0–9 und a–f, insgesamt 67 Zeichen. Der Recorder akzeptiert weder einen gekürzten Schlüssel mit Auslassungspunkten noch Anführungszeichen oder den Vorsatz Bearer .

Mandant, Rechte und Projekte

Ein Schlüssel gehört fest zu genau einem Mandanten. Ein späterer Mandantenwechsel im Browser ändert ihn nicht. Für einen anderen Mandanten einen dort erzeugten Schlüssel verwenden. Mandant (Info) am Recorder ist eine Anzeige, kein Mandantenumschalter.

Der Schlüssel erhält keine zusätzlichen Sonderrechte. Aktuelle Mitgliedschaft, Rolle und Projektfreigaben seines Benutzers gelten weiterhin. Wenn ein Projekt fehlt oder ein Upload abgewiesen wird, Berechtigungen und den verwendeten Mandanten prüfen.

Wechsel, Ablauf oder Verlust

Vor einem Schlüsseltausch ausstehende Aufnahmen im bisherigen Mandanten übertragen. Die Metadaten vorhandener Dateien können noch dessen Projektzuordnung enthalten. Ein neuer Schlüssel verschiebt diese Aufnahmen nicht automatisch.

Den neuen Schlüssel über Kapitel 7 importieren und die API-Verbindung prüfen. Bei Verlust des Recorders oder Verdacht auf Offenlegung den betroffenen Schlüssel in StoryVault widerrufen. Ein normaler Geräteneustart widerruft ihn nicht.

07 · SD-Karte und Konfigurationsdatei

Für die normale Einrichtung eine microSD mit höchstens 16 GB verwenden und als FAT32 formatieren. Das ist die dokumentierte Herstellergrenze und der im Projekt empfohlene Kartenstand. Größere Karten und exFAT werden hier nicht als unterstützt zugesagt.

Datei am Computer vorbereiten

  1. Die Karte mit einem Kartenleser am Computer öffnen. Vor dem Formatieren vorhandene Daten sichern. Formatieren löscht alle Dateien.
  2. Eine einfache Textdatei namens storyvault-config.txt direkt im Stammverzeichnis der Karte speichern. Nicht in einem Unterordner.
  3. Die drei Werte unten ersetzen. Die Datei als UTF-8 ohne BOM speichern, nicht als Word-, RTF- oder HTML-Datei. Unter Windows die Dateiendungen einblenden, damit nicht versehentlich .txt.txt entsteht.
  4. Karte am Computer auswerfen, in den ausgeschalteten Recorder einsetzen und einschalten.
storyvault_api_key=HIER_API_SCHLUESSEL_EINTRAGEN
wifi_ssid=MEIN-WLAN
wifi_password=MEIN-WLAN-PASSWORT

Die mitgelieferte Konfigurationsvorlage enthält ausschließlich Platzhalter. Alle drei Werte müssen vor der Verwendung angepasst werden.

FeldRegel
storyvault_api_keyGenau der vollständige StoryVault-Schlüssel im Format aus Kapitel 6.
wifi_ssidWLAN-Name, 1 bis 32 Bytes. Groß- und Kleinschreibung beachten. Ein 2,4-GHz-Netz verwenden.
wifi_password8 bis 63 Bytes; nur bei offenem WLAN leer. Keine Anführungszeichen hinzufügen.

Dateigröße und Format

Maximal 1.024 Bytes für die gesamte Datei. Genau diese drei Felder, jedes einmal. Leerzeilen und Kommentarzeilen, die mit # beginnen, sind erlaubt. Kommentare hinter einem Wert werden nicht entfernt. Unbekannte oder doppelte Felder machen die Datei ungültig.

Führende und abschließende Leerzeichen an Werten werden entfernt. Für WLAN-Namen oder Passwörter, die absichtlich solche Leerzeichen enthalten, ist dieser Importweg deshalb ungeeignet. Mehrbytezeichen wie Umlaute zählen bei den Längenlimits als mehrere Bytes.

08 · Import kontrollieren und ändern

Beim Einlesen prüft die Firmware das Dateiformat, speichert die Zugangsdaten intern und liest die gespeicherten Werte zur Kontrolle zurück. Erst danach überschreibt sie die geheimen Werte in der SD-Datei mit Sternchen.

So sieht die Datei nach erfolgreicher Übernahme aus

# StoryVault CoreS3 SE provisioning
# Zugangsdaten wurden auf dem Gerät gespeichert.
storyvault_api_key=*****
wifi_ssid=MEIN-WLAN
wifi_password=*****

Der WLAN-Name bleibt sichtbar. Die echten Werte liegen nun im internen Einstellungsspeicher des Recorders. Die Sternchen sind keine gültigen Zugangsdaten und können kein zweites Gerät einrichten.

  1. Menü > Verbindung öffnen. Das gewünschte WLAN und StoryVault API: Verbunden kontrollieren.
  2. Bei noch fehlender API-Verbindung warten, bis WLAN und Uhrzeit bereit sind. Unter Gerät > Zeit & Ort gegebenenfalls Abgleichen wählen.
  3. Aufnahme > Projekt öffnen, Liste aktualisieren und das Zielprojekt prüfen.
  4. Nach dem Ausschalten die Datei bei Bedarf im Kartenleser kontrollieren. Bleiben Geheimnisse im Klartext stehen, ist die Bereinigung nicht erfolgreich gewesen.

WLAN oder Schlüssel später ändern

Für einen erneuten Import über storyvault-config.txt wieder alle drei echten Werte einsetzen. Nur den Schlüssel zu ersetzen und wifi_password=***** stehenzulassen genügt nicht. Dasselbe gilt bei einem WLAN-Wechsel mit maskiertem API-Schlüssel.

Alternativ das WLAN am Touchdisplay ändern. Die auf der SD verbliebene Vorlage kann dabei noch den alten WLAN-Namen anzeigen. Sie ist kein zuverlässiger Spiegel aller aktuell gespeicherten Einstellungen.

Ältere Einrichtung nur mit Schlüssel

Die Datei storyvault-api-key.txt wird weiterhin unterstützt: Sie enthält nur den vollständigen API-Schlüssel, ist höchstens 256 Bytes groß und wird nach erfolgreichem Import gelöscht. Das WLAN muss separat eingerichtet werden.

storyvault-config.txt hat Vorrang. Solange sie vorhanden ist, wird die ältere Schlüsseldatei nicht als Ausweichweg gelesen. Die beiden Verfahren nicht gleichzeitig vorbereiten.

10 · Grundeinstellungen und Standardprojekt

Die folgenden Werte sind die Grundeinstellungen der Beta. Sie gelten für eine frische Einrichtung. Bereits gespeicherte Werte und Migrationen älterer Installationen können abweichen.

EinstellungVorgabe / Auswahl
WLAN / API-SchlüsselBei frischem Speicher nicht gesetzt; über Kapitel 7 einrichten.
ProjektZunächst leer. Nach API-Abruf bleibt ein gültiges gespeichertes Projekt erhalten; sonst wird das erste verfügbare Projekt ausgewählt.
Session-TypInterview. Alternativen: Notiz, Meeting, Vortrag, Workshop, Sonstige.
AudioAAC-LC, internes Mikrofon 48 kHz, Mono, 128 kbit/s nach der aktuellen Ersteinrichtungs-Migration.
AGCEin. Automatische Pegelregelung.
Manuelle Mikrofonverstärkung8× gespeichert; bei AGC aus intern wählbar: 1×, 2×, 4×, 8×, 16×.
Lautsprecher160 auf der Geräteskala 0–255; Änderung in Schritten von 16, an den Grenzen begrenzt.
Automatische UploadsAus.
Loop-Aufnahme / ReserveAus / 2 GB. Einstellbare Reserve: 1, 2 oder 4 GB.
Display100 % Helligkeit, Dimmen: immer an, gedimmte Helligkeit: 10 %, bei Aufnahme dimmen: an.
ZeitzoneBerlin / Europe mit Sommer- und Winterzeit.

Standardprojekt bewusst festlegen

Menü > Aufnahme > Projekt öffnen. Falls nötig mit dem Aktualisieren-Symbol neu laden und mit den Pfeilen blättern. Das gewünschte Projekt antippen. Es wird intern gespeichert und für folgende Aufnahmen verwendet. Die aktuelle Firmware lädt bis zu 100 Projekte.

Projekt, Session-Typ und automatisch erzeugter Titel werden beim Aufnahmestart in den Metadaten festgehalten. Ein späterer Projektwechsel gilt für neue Aufnahmen. Vorhandene Dateien behalten beim Upload grundsätzlich ihre gespeicherte Projektzuordnung.

11 · Audioqualität, AGC und Testaufnahme

Audioformat

Menü > Aufnahme > Audio: AAC ist das feste Aufnahmeformat. Beim internen Mikrofon beträgt die Abtastrate 48 kHz. Mono oder Stereo sowie 96 oder 128 kbit/s sind wählbar. Stereo verteilt die eingestellte Gesamtbitrate auf zwei Kanäle; es bedeutet keine automatische Sprechertrennung.

BitrateGrobe Größe pro StundeEinordnung
96 kbit/s43,2 MB plus geringer OverheadWeniger Platzbedarf und kürzere Uploadzeit.
128 kbit/s57,6 MB plus geringer OverheadVoreinstellung der aktuellen Ersteinrichtung.

Die Größen sind rechnerische Richtwerte in dezimalen MB. Freier Speicher, Dateisystem und Aufnahmeinhalt beeinflussen die tatsächlich angezeigten Werte.

AGC und Mikrofonverstärkung

Unter Mikrofon / LS heißt die Ansicht Mikrofon & Ton. AGC: Ein aktiviert die automatische Pegelregelung; bei Mikrofon steht dann Auto. Die manuelle Verstärkungswahl ist in diesem Zustand deaktiviert.

Für manuelle Kontrolle AGC ausschalten und die interne Verstärkung schrittweise anpassen. Höhere Werte verstärken auch Störgeräusche. Bei einem USB-Mikrofon hängt die verfügbare Einstellung von der Quelle ab.

Test am Einsatzort

  1. Die geplante Audioquelle und Qualität wählen.
  2. Test antippen und einen kurzen Satz in normaler Lautstärke sprechen.
  3. Die Testaufnahme endet nach ungefähr drei Sekunden, wird wiedergegeben und führt zurück in dasselbe Menü.
  4. Verständlichkeit, Rauschen und Verzerrung beurteilen. Bei Bedarf die Aufstellung ändern oder die Verstärkung reduzieren.

Die Lautsprecherlautstärke verändert die Wiedergabe, nicht den Pegel der gespeicherten Aufnahme. Eine leise Wiedergabe deshalb nicht automatisch mit einer zu leisen Aufnahme gleichsetzen.

12 · Aufnahme starten, pausieren und stoppen

Vor dem Start Projekt und Session-Typ kontrollieren. Für normale Interviews können Mono, 128 kbit/s und AGC ein zunächst beibehalten werden; die Testaufnahme entscheidet, ob die Aufstellung passt.

Auswahl der sechs Session-Typen, Interview ist ausgewählt
Session-Typ: Die Auswahl wird für die nächste Aufnahme gespeichert.

Starten

Auf der Startseite das große StoryVault-Symbol antippen. Ist noch kein Projekt gesetzt, öffnet sich zunächst die Projektauswahl. Nach der Rückkehr erneut bewusst auf den Aufnahmebutton tippen. Ein grauer Button weist auf eine fehlende Quelle, eine nicht bereite Karte oder eine belegte Speicherfunktion hin.

Die Aufnahmeansicht zeigt Aufnahme läuft, den Timer, den Pegelbalken, Pause und unten Stopp. Prüfen, dass der Timer tatsächlich weiterläuft.

Startseite → Aufnahme läuft → Pause / Fortsetzen → Stopp → Aufnahme bereit

Bedienfolge für eine Aufnahme.

Pegel lesen

Der Balken ist unter 70 % blau, zwischen 70 und 90 % orange und ab 90 % rot. Eine rote Spitzenmarkierung kann kurz stehen bleiben. Wiederholtes Rot und hörbare Verzerrung sind Anlass, die Aufstellung oder Verstärkung zu korrigieren. Der Balken ersetzt das Anhören einer Testdatei nicht.

Pause und Fortsetzen

Pause hält die Aufzeichnung an. Derselbe Button heißt anschließend Fortsetzen. Beim Fortsetzen wird dieselbe Datei weitergeführt. Die Pausenzeit zählt nicht zur gespeicherten Aufnahmedauer.

Sauber beenden

Stopp antippen und den Wechsel zu Aufnahme bereit abwarten. Das Gerät schließt und prüft die Datei. Erst danach Karte entnehmen oder das Gerät regulär ausschalten. Bei einer Fehlermeldung die Datei zunächst erhalten und sichern.

13 · Aufnahme prüfen und lokal speichern

Nach Stopp zeigt Aufnahme bereit Audioqualität, Länge und Größe der gerade abgeschlossenen Datei. Bei einem Speicher- oder Audiofehler steht dort stattdessen ein entsprechender Hinweis.

BedienelementWas passiert?
Play-SymbolSpielt die abgeschlossene Aufnahme ab. Mit Stopp zur vorherigen Ansicht zurückkehren.
PapierkorbÖffnet die Löschbestätigung. Erst Löschen entfernt die Audiodatei und ihre lokalen Statusdaten dauerhaft.
SpeichernMarkiert die Datei als „nur lokal“ und führt zur Startseite. Die Aufnahme bleibt auf der SD.
HochladenStartet die Übertragung in das zur Aufnahme gespeicherte Projekt. Ist sie noch nicht möglich, steht dort Upload nicht bereit.

Bewusst offline ablegen

Die Datei ist bereits beim Aufnehmen auf der SD entstanden. Speichern hält zusätzlich fest, dass sie nicht von automatischen Uploads erfasst werden soll. Dieser Status ist keine Verschlüsselung und kein Schreibschutz. Ein späterer manueller Einzel- oder Sammelupload bleibt möglich.

Wiedergabe

Die Firmware kann ihre AAC-Dateien sowie unterstützte vorhandene WAV-Dateien wiedergeben. Auf die gewünschte Stelle im Fortschrittsbalken tippen, um dorthin zu springen. Mit Stopp die Wiedergabe beenden. Falls nichts hörbar ist, zunächst die Lautsprecherlautstärke im Menü erhöhen.

Wiedergabe und Aufnahme teilen sich die Audiohardware. Eine Wiedergabe ist keine Kontrollspur während einer parallel laufenden Aufnahme.

14 · Aufnahmeliste und Dateien

Die Liste über das Play-Symbol oben links, einen Wisch vom linken Rand nach rechts oder Menü > Speicher > Aufnahmen öffnen. Mit den Pfeilen seitenweise blättern. Eine Datei kurz antippen, um ihre Details zu sehen.

Einzelne Aufnahme verwalten

Die Detailansicht zeigt Dateiname, Größe und Nur lokal oder Hochgeladen. Dort stehen Abspielen, Löschen, Hochladen und Zurück bereit.

Bei bereits übertragenen Dateien heißt die Uploadaktion Re-Upload und ist grau dargestellt. Sie verlangt eine eigene Bestätigung. Ein bewusster Re-Upload erzeugt einen neuen Eintrag in StoryVault; er überschreibt nicht einfach die bisherige Session.

Mehrere Dateien löschen

Eine Listenzeile länger gedrückt halten, um den Auswahlmodus zu öffnen. Weitere Dateien antippen. Alle wählt alle erfassten Aufnahmen aus, Keine hebt die Auswahl auf. Die Anzahl vor dem Bestätigen von Löschen kontrollieren. Abbrechen verlässt die Auswahl.

Was auf der SD liegt

STORYVAULT/                 (Beispielname der Karte)
  storyvault-config.txt
  SV_2026-09-11_10-00-00_CEST_48k-mono-aac128.aac
  SV_2026-09-11_10-00-00_CEST_48k-mono-aac128.aac.storyvault.json
  screenshots/             (nur nach Screenshot-Export)

Beispielstruktur mit erfundenem Dateinamen, kein Abbild einer echten Aufnahmekarte. Die Dateien liegen direkt im Kartenstamm; ein Ordner „recordings“ ist dafür nicht erforderlich.

DateiBedeutung
.aacDie eigentliche Tonaufnahme. Zeitstempel, Zeitzone und Audioformat stehen im Namen.
.aac.storyvault.jsonBegleitdatei mit Projekt, Session-Typ, Zeitangaben, Audioformat und Uploadstatus. Für eine vollständige Sicherung mitkopieren.
.aac.partNoch nicht finalisierte Aufnahme oder Rest nach Abbruch. Nicht vorschnell löschen.
.uploadedZusätzliche Markierung zum Uploadstatus. Nicht manuell erzeugen oder als Beweis eines Uploads vortäuschen.

Audiodateien und Begleitdateien gemeinsam sichern. Umbenennen oder manuelles Bearbeiten der Statusdateien kann die Zuordnung und Erkennung stören. Die Dateiliste am Gerät erfasst nicht beliebige Dateien in Unterordnern.

15 · Nach StoryVault hochladen

Uploadverwaltung mit Einzelaktionen für lokale und alle Aufnahmen
Uploadverwaltung mit Anzahl der lokalen und übertragenen Aufnahmen.

Ein Upload benötigt verbundenes WLAN, eine gültige API-Verbindung, ausreichende Rechte und eine gültige Projektzuordnung. Die lokale Datei bleibt bei Erfolg und bei einem Fehler erhalten.

Einzelupload

  1. Direkt nach der Aufnahme Hochladen wählen oder die Datei über die Aufnahmeliste öffnen.
  2. Übertragung abwarten. Im Hintergrund führt zur Startseite zurück, beendet den Upload aber nicht.
  3. Die Erfolgsmeldung lesen. Anschließend in StoryVault das richtige Projekt und die neue Aufnahme prüfen.

Sammelupload und automatische Übertragung

Menü > Speicher > Uploads: Alles Lokale hochladen überträgt die noch nicht hochgeladenen Dateien, auch bewusst lokal gespeicherte. Alles neu hochladen verlangt eine Bestätigung und erzeugt neue StoryVault-Einträge für den gesamten Bestand.

Automatische Uploads ist standardmäßig aus. Eingeschaltet kann die Funktion ausstehende Dateien bei wieder verfügbarer Verbindung übertragen. Mit Speichern ausdrücklich lokal markierte Dateien bleiben davon ausgenommen. Während der Aufnahme wird kein Upload gestartet.

Wenn die Übertragung scheitert

WLAN, Uhrzeit und API prüfen. Mit Erneut oder später über die Liste fortsetzen. Meldet das Gerät, dass der Server bestätigt hat, lokale Metadaten aber nicht gesichert wurden, zuerst in StoryVault nachsehen. Nicht sofort einen bewussten Re-Upload auslösen, da dadurch zusätzliche Einträge entstehen können.

16 · Speicher, Reserve und Datensicherung

Speichermenü mit freiem Platz, Loop-Aufnahme und Reserve
Speicher & SD-Karte. Hier ist Loop eingeschaltet; Werkseinstellung ist aus.

Kapazität richtig lesen

Eine als 16 GB verkaufte Karte kann deutlich weniger nutzbaren Platz anzeigen. Die Firmware rechnet ihre als „GB“ beschriftete Anzeige mit 1.024er-Schritten; Hersteller verwenden meist dezimale GB. Zusätzlich benötigt das Dateisystem Platz.

Die FAT32-Grenze pro einzelner Datei liegt unter 4 GiB. Diese theoretische Grenze ist keine zugesagte maximale Gesprächsdauer. Für lange Termine vorher den tatsächlichen Aufbau testen und die verfügbare Stromversorgung berücksichtigen.

Loop-Aufnahme

Loop schafft vor einer neuen Aufnahme Platz, wenn die gewählte Reserve von 1, 2 oder 4 GB unterschritten wird. Gelöscht werden nur die ältesten Dateien, deren StoryVault-Upload lokal bestätigt ist. Nicht hochgeladene Dateien dürfen dafür nicht geopfert werden.

Ist nicht genug sicher löschbarer Platz vorhanden, kann die Aufnahme nicht starten oder wird vor vollständigem Füllen der Karte kontrolliert beendet. Loop ist kein endloser Mitschnitt, bei dem alte ungesicherte Gespräche überschrieben werden. Für reinen Offlinebetrieb Loop ausgeschaltet lassen und selbst regelmäßig sichern.

Karte wechseln oder formatieren

Aufnahme, Wiedergabe und Upload beenden. Gerät ausschalten, Karte wechseln und neu starten. Bei fehlender Karte ist Prüfen verfügbar. Bei einer unlesbaren Karte neu einsetzen; wiederholte Fehler erfordern einen Kartenleser und gegebenenfalls eine andere geeignete Karte.

Speicher > Format öffnet die Warnung. Erst die Bestätigung Alles löschen formatiert. Dabei verschwinden Aufnahmen, Konfigurationsdatei, Screenshots und alle anderen Dateien dieser Karte. Die intern gespeicherten Geräteeinstellungen werden dadurch nicht automatisch zurückgesetzt.

17 · Dateien kopieren und USB-Audio

Verlässlicher Kopierweg: Kartenleser

  1. Aufnahme stoppen und ausstehende SD-Vorgänge beenden. Gerät regulär ausschalten.
  2. microSD entnehmen und im Kartenleser öffnen.
  3. Gewünschte .aac-Dateien zusammen mit den zugehörigen .storyvault.json-Dateien in den vorgesehenen sicheren Ablageort kopieren.
  4. Stichprobe abspielen. Karte am Computer auswerfen und wieder einsetzen.

Für Änderungen an storyvault-config.txt ebenfalls den Kartenleser verwenden.

USB-Dateimodus der Firmware

Unter Menü > Speicher > USB finden Sie den experimentellen USB-Dateimodus: Dateien kopieren, am Computer auswerfen und erst dann am Recorder den USB-Modus beenden. Währenddessen sind Aufnahme und normale SD-Nutzung gesperrt. Bei automatischer Computererkennung kann Nur Strom oder Dateien erscheinen; ohne Auswahl wird nach zwei Sekunden Nur Strom gewählt.

Externes USB-Mikrofon

Menü > Aufnahme > Mikrofon / LS öffnen und auf die aktuelle Quelle, etwa Intern, tippen. Die Audioquellenansicht bietet Suche, USB verwenden oder Intern verwenden an. Der Wechsel in den USB-Hostbetrieb startet das Gerät neu.

Vorgesehen sind kompatible UAC-1.0-Mikrofone mit 16 Bit und 32, 44,1 oder 48 kHz, mono oder stereo. Erkennung eines Geräts allein belegt noch keine fehlerfreie Aufnahme. Das konkrete Mikrofon zusammen mit Stromversorgung und gegebenenfalls Hub vor dem Einsatz testen.

USB-Audio und USB-Dateilaufwerk können denselben Anschluss nicht gleichzeitig nutzen. Ohne Akku ist eine passende separate Stromversorgung des gesamten Aufbaus nötig. Ein beliebiger Hub mit Netzteil ist keine garantierte Lösung: Der im Projekt untersuchte Realtek-Single-TT-Hub ist nicht freigegeben.

USB-Lautsprecherwiedergabe ist nicht implementiert. Für den regulären Einsatz dieser Anleitung die internen Mikrofone und den internen Lautsprecher verwenden. USB-Audio ist experimentell und kann je nach Mikrofon und Hub ausfallen.

18 · Display, Uhrzeit und Energie

Display dimmen

Menü > Gerät > Display: Normale Helligkeit von 10 bis 100 % wählen. Dimmen nach bietet Immer an sowie 1, 2, 5, 10 oder 30 Minuten. Gedimmt ist die absolute Helligkeit im gedimmten Zustand, 0 bis 100 %.

Beispiel: 60 % normal und 10 % gedimmt bedeuten zwei eigenständige Helligkeitswerte. Bei 0 % kann der Bildschirm schwarz wirken, obwohl die Aufnahme weiterläuft. Bei Aufnahme dimmen steuert, ob die Dimmung auch während einer Aufnahme gilt. Ein Tap weckt das Display und betätigt zugleich das getroffene Element.

Zeit und Zeitzone

Gerät > Zeit & Ort bietet Berlin, London, New York und UTC. Die Uhr wird bei WLAN-Verbindung über das Netzwerk abgeglichen. Abgleichen startet den Vorgang erneut. Die Hardware-Echtzeituhr hält die Zeit zwischen Netzverbindungen, solange ihre Versorgung gegeben ist.

Vor einer Offlineaufnahme Datum und Uhrzeit prüfen. Eine falsche Zeit führt zu falschen Dateinamen und kann die geschützte API-Verbindung stören. Der Dateiname trägt zum Beispiel CEST im Sommer oder CET im Winter. Der Session-Titel wird automatisch aus Typ und Startzeit erzeugt; eine freie Titel-Tastatur ist am Gerät nicht vorgesehen.

Akkustand und Laufzeit

Bei erkanntem Akku erscheinen Ladezustand und geschätzte Restzeit. Die Schätzung lernt aus dem Verbrauch. Die tatsächliche Laufzeit hängt von Akku, Helligkeit, WLAN und angeschlossenem Zubehör ab. Für wichtige Termine eine zusätzliche Stromversorgung bereithalten.

Bei vollem Akku an USB verschwindet nach fünf Minuten nur die ergänzende Prozent-/Zeitangabe; das Batterie-/USB-Symbol bleibt. Bei wiederholt kritischem Akkustand versucht die Firmware, die Aufnahme zu beenden, und schaltet ab. Vor einem wichtigen Termin nicht auf diese Notfallfunktion verlassen.

19 · Firmware aktualisieren

Ein normaler Geräte-Updatevorgang lädt eine neue Anwendung in einen separaten Firmwarebereich. Er soll WLAN, API-Schlüssel, Projekt und Einstellungen erhalten. Eine vollständige Flashlöschung oder eine inkompatible Partitionierung gehört nicht zu diesem normalen Updateweg.

Gerätediagnose mit Export, Update und Reset
Über die Gerätediagnose erreichen Sie Update und Reset.

Update am Gerät durchführen

  1. Aufnahme und Upload beenden. Eine zuverlässige Stromversorgung anschließen und WLAN/API-Verbindung prüfen. Eine funktionsfähige SD für den Erstboot-Selbsttest eingelegt lassen.
  2. Menü > Gerät > Gerät / Akku > Diagnose > Update öffnen.
  3. Prüfen wählen. Wird kein Update angeboten, muss nichts installiert werden.
  4. Bei einer angebotenen Version Download wählen. Größe, SHA-256-Prüfsumme und Firmwarestruktur werden geprüft.
  5. Erst bei Update verifiziert auf Installieren tippen.
  6. In Update installieren? nochmals ausdrücklich Installieren wählen. Der Recorder startet anschließend neu.
  7. Startseite, Speicher und Testaufnahme kontrollieren. Bei einem fehlgeschlagenen Erstboot-Selbsttest sieht die Firmware eine automatische Rückkehr zur vorherigen Version vor.

Während Download und Neustart Strom nicht trennen. Später lässt die Installation unbestätigt. Der Recorder installiert kein Update allein durch das Prüfen oder Herunterladen.

Wenn kein Update angeboten wird

Der Server muss eine vollständige Firmwarefreigabe bereitstellen. Ohne eingerichtetes Angebot kann die Schnittstelle absichtlich ohne Update antworten. „Kein Update“ ist deshalb nicht automatisch ein Gerätefehler. Bei Problemen WLAN, Uhrzeit und API-Zugriff prüfen.

Alternativ lässt sich die Firmware per USB auf install.storyvault.eu aktualisieren. Gerätevariante und Partitionierung beachten; bei einem USB-Update steht die automatische OTA-Rückkehr nicht zur Verfügung. Der Ablauf steht in Kapitel 5.

20 · Ausschalten, Diagnose und Reset

Regulär ausschalten

Powertaste kurz drücken oder Menü > Gerät > Ausschalten wählen. Abbrechen kehrt zurück. Erst Ausschalten bestätigt den Vorgang. Während einer laufenden Aufnahme bleibt diese bis zur Bestätigung aktiv; danach wird der Abschluss versucht. Bei einem Abschlussfehler bleibt das Ausschalten gesperrt.

Während eines Uploads ist das Ausschalten gesperrt. Im USB-Dateimodus zunächst am Computer auswerfen und den Modus beenden. Mit angeschlossenem USB kann das Gerät weiter versorgt werden; nach dem regulären Ausschalten gegebenenfalls das Kabel trennen.

Diagnose für den Support

Gerät > Gerät / Akku > Diagnose zeigt den Zustand von Display, Touch, SD, Audio, WLAN, API, RTC, Akku und USB. Export schreibt /storyvault-diagnostics.txt auf die SD. Der Export gibt API-Schlüssel und WLAN-Passwort nicht aus; trotzdem den Inhalt vor einer Weitergabe prüfen.

Bei USB-Audio kann zusätzlich /storyvault-usb-audio-debug.log entstehen. Dieser Log kann Gerätekennungen enthalten. Nur gezielt an den zuständigen Support geben und nicht öffentlich hochladen.

Die beiden Reset-Arten

Auswahl unter ResetWas wird zurückgesetzt?
Verbindung / SecretsWLAN-Zugang, API-Schlüssel, Projekt und Mandanteninformation im Gerät.
Alle GeräteeinstellungenZusätzlich die übrigen gespeicherten Einstellungen.

Beide Vorgänge verlangen Zurücksetzen in einer zweiten Ansicht. Die SD-Aufnahmen bleiben erhalten. Reset ist daher keine Datenlöschung der Karte. Eine weiterhin unmaskierte Konfigurationsdatei kann beim nächsten Start wieder Zugangsdaten importieren; für die Weitergabe Karte entnehmen und Schlüssel separat widerrufen.

21 · Fehler finden und beheben

BeobachtungNächster Schritt
Gerät bleibt dunkelStromversorgung, USB-Kabel und Powertaste prüfen. Bei laufendem Gerät kann die gedimmte Helligkeit auf 0 % stehen. Vorsichtig an einer Stelle ohne Aktion wecken.
Aufnahmebutton grauSD-Bereitschaft, Audioquelle und laufenden Upload prüfen. USB-Dateimodus beenden. Fehlendes Projekt gesondert kontrollieren.
Aufnahmebutton öffnet ProjekteZiel auswählen, zurückkehren und erneut auf Aufnahme tippen. Es wurde noch keine Aufnahme gestartet.
SD nicht bereitAufnahme beenden, ausschalten und Karte neu einsetzen. FAT32 und höchstens 16 GB prüfen. Vor Reparatur oder Formatierung sichern.
Konfiguration wird abgewiesenDateiname und Kartenstamm prüfen; höchstens 1.024 Bytes, drei Felder genau einmal, keine Zusatzfelder oder Anführungszeichen, vollständiger Schlüssel.
Konfiguration enthält nur SterneAuf diesem Gerät können die Daten schon gespeichert sein. Für ein neues Gerät oder einen erneuten Import alle echten Werte einsetzen.
WLAN fehlt2,4 GHz, SSID und Passwort prüfen. Empfang verbessern. Hotel-Portale und Unternehmens-WLAN mit Benutzername/Zertifikat sind in der Oberfläche nicht als eigener Einrichtungsweg vorgesehen.
WLAN verbunden, API nichtZeit abgleichen; Schlüssel auf Ablauf, Widerruf und Rechte prüfen. In StoryVault kontrollieren, ob der richtige Mandant verwendet wurde.
Projekt fehlt oder ist falschProjektliste aktualisieren; Mandant und Benutzerfreigabe prüfen. Das richtige Projekt vor der nächsten Aufnahme bewusst wählen.
Aufnahme verzerrt oder leiseTestdatei anhören. Aufstellung und Mikrofonöffnungen prüfen. Bei manueller Regelung Verstärkung anpassen; Lautsprecherlautstärke getrennt beurteilen.
Upload gescheitertDatei erhalten. WLAN, Uhr, Schlüssel und Projekt prüfen. Später erneut versuchen. Vor einem Re-Upload nach bereits angelegten Einträgen in StoryVault sehen.
Speicherreserve erreichtAufnahme wurde kontrolliert beendet. Gesicherte Dateien löschen oder andere vorbereitete Karte einsetzen. Loop darf ungesicherte Dateien nicht löschen.
USB-Laufwerk erscheint nichtDatenkabel prüfen. Für eine verlässliche Sicherung einen Kartenleser verwenden; die Karte nicht am Recorder per USB zu beschreiben versuchen.
USB-Mikrofon wird nicht erkanntZum internen Mikrofon zurückkehren. Konkrete UAC-Kompatibilität, Versorgung und Hub prüfen. Eine Erkennung ohne Audiotest gilt nicht als Freigabe.
Update nicht verfügbarVerbindung prüfen. Möglicherweise ist serverseitig kein Update freigegeben. Keine fremde Binärdatei als Ersatz installieren.

Nach Stromausfall oder Reset während der Aufnahme

Mit derselben SD und zuverlässiger Stromversorgung neu starten. Die Firmware sucht nach .aac.part-Dateien und versucht, bis zum letzten vollständigen AAC-Frame wiederherzustellen. Anschließend die Datei sichern und abspielen. Nicht manuell nur die Endung ändern.

Die Firmware synchronisiert ungefähr jede Sekunde. Bei Stromverlust können gepufferte Daten fehlen. Karten- und Dateisystemfehler können größere Verluste verursachen. Recovery ist keine Garantie. Bei wiederholten Fehlern eine andere Karte verwenden.

22 · Abbildungen und Dateibeispiele

Die Geräteabbildungen zeigen die CoreS3-SE-Oberfläche. Projektname, WLAN, Speicherbelegung, Uhrzeit und Einstellungen können auf Ihrem Recorder anders aussehen. Abbildungen sind keine Vorgabe für die Werkseinstellungen.

Welche Dateien gehören zur Aufnahme?

Im Beispielverzeichnis STORYVAULT/ finden Sie die Konfigurationsdatei storyvault-config.txt, eine AAC-Aufnahme und ihre gleichnamige .aac.storyvault.json-Begleitdatei. Die Begleitdatei enthält Zuordnung und Uploadstatus. Bei einer Sicherung beide Dateien zusammen kopieren.

Der Ordner screenshots/ wird nur für exportierte Gerätebilder benötigt. Er ist keine Voraussetzung für Aufnahme oder Installation.

Platzhalter richtig ersetzen

Werte wie HIER_API_SCHLUESSEL_EINTRAGEN und MEIN-WLAN sind Beispiele. Vor der Einrichtung die eigenen Werte eintragen. Sternchen wie ***** zeigen bereits maskierte Geheimnisse; daraus lassen sich die ursprünglichen Werte nicht wiederherstellen.

Bilder oder Dateien an den Support geben

Vor dem Weitergeben sichtbare Projektnamen, WLAN-Namen, Personenbezüge und Dateinhalte prüfen. Keine API-Schlüssel oder WLAN-Passwörter mitsenden. Audiodateien und Begleitdateien nur über einen ausdrücklich vereinbarten sicheren Weg teilen.

23 · Beta-Hinweise und Hilfe

Diese Anleitung gilt für die Beta der StoryVault-Anwendung auf dem M5Stack CoreS3 SE. Menüs, Bedienung und Dateiformate können sich mit späteren Versionen ändern. Die aktuelle Version und das Handbuch finden Sie auf install.storyvault.eu.

Keine Garantie für fehlerfreien Betrieb

Die Beta wird zum Erproben bereitgestellt. Es wird keine Garantie für Fehlerfreiheit, dauernde Verfügbarkeit, Kompatibilität mit jedem Zubehör oder die Wiederherstellung verlorener Daten übernommen. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

Wichtige Gespräche nicht ausschließlich mit dieser Beta aufzeichnen. Vor jedem Einsatz eine Testaufnahme durchführen und anhören. Aufnahmen nach dem Termin sichern und die erfolgreiche Übernahme in StoryVault kontrollieren.

Bekannte Einschränkungen

  • USB-Dateizugriff und USB-Audio sind experimentell. Für Sicherungen einen Kartenleser verwenden.
  • Für den CoreS3 SE höchstens 16-GB-microSD mit FAT32 verwenden. exFAT gehört nicht zum unterstützten Ablauf.
  • Aufnahmen auf der entnehmbaren SD-Karte sind nicht verschlüsselt. Gerät und Karte vor unbefugtem Zugriff schützen.
  • Firmware-Updates können eine Neueinrichtung erfordern. Zugangsdaten und Dateisicherungen bereithalten.

Fehler nachvollziehbar melden

Gerätemodell, Firmwareversion, die ausgeführte Aktion und die sichtbare Fehlermeldung notieren. Bei Flashproblemen zusätzlich Betriebssystem und Browser nennen. Zugangsdaten und private Aufnahmeinhalte weglassen.

Weiterführende Informationen